Helium-Cadmium-Laser für anspruchsvolle wissenschaftliche und industrielle Anwendungen
Die Helium-Cadmium-Laser (HeCd) von Kimmon Koha sind kontinuierlich emittierende Gaslaser für Anwendungen, bei denen eine hohe spektrale Reinheit, gute Strahlqualität und hohe Kohärenz erforderlich sind. Die Systeme sind mit 325 nm im UV-Bereich, 442 nm im sichtbaren blauen Spektralbereich sowie als Dual-Wavelength-Laser mit beiden Wellenlängen erhältlich.
Kimmon Koha beschäftigt sich bereits seit 1966 mit der Entwicklung von Gaslasern und begann 1971 mit der Fertigung von HeCd-Lasern. Bis 2019 wurden nach Herstellerangaben weltweit mehr als 46.000 HeCd-Lasersysteme verkauft. Damit verfügt Kimmon über jahrzehntelange Erfahrung mit dieser speziellen Lasertechnologie.
Die aktuelle Produktfamilie umfasst zahlreiche Leistungsstufen und Strahlkonfigurationen. Je nach Anwendung stehen TEM₀₀-Single-Mode- oder TEMmn-Multimode-Systeme zur Verfügung. Bei 325 nm reichen die spezifizierten Ausgangsleistungen bis 100 mW, bei 442 nm bis 180 mW. Zusätzlich bietet Kimmon Dual-Wavelength-Systeme mit gleichzeitiger Emission beider Wellenlängen an.
325 nm UV-HeCd-Laser
Die UV-Modelle emittieren bei 325 nm und eignen sich insbesondere als Anregungsquelle für spektroskopische und materialwissenschaftliche Untersuchungen.
Ein wichtiges Einsatzgebiet ist die Photolumineszenz (PL). Die kurzwellige UV-Strahlung kann beispielsweise zur Untersuchung von Halbleitermaterialien eingesetzt werden. Kimmon nennt ausdrücklich die Untersuchung von Gitterdefekten in GaN-Halbleiterkristallen als Anwendung für 325-nm-Laser.
Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem in der Raman-Spektroskopie, Holografie und bei kohärenten Belichtungsverfahren.
442 nm HeCd-Laser
Die bei 442 nm emittierenden Modelle bieten höhere Ausgangsleistungen von bis zu 180 mW und eignen sich für Anwendungen im sichtbaren blauen Spektralbereich.
Kimmon nennt 442-nm-HeCd-Laser beispielsweise für Direct Imaging. Dabei können photosensitive Materialien ohne vorherige Herstellung einer klassischen Fotomaske direkt mit dem Laser belichtet werden.
Durch die Kombination aus kurzer Wellenlänge, kontinuierlicher Emission und hoher Kohärenz eignen sich HeCd-Laser außerdem hervorragend für Interferenz- und holografische Anwendungen.
Dual-Wavelength-HeCd-Laser
Für Anwendungen, die zwei Anregungswellenlängen erfordern, bietet Kimmon Dual-Wavelength-Systeme mit 325 nm und 442 nm an.
Die aktuelle Baureihe umfasst sowohl TEM₀₀-Single-Mode- als auch Multimode-Varianten. Je nach Modell stehen bei gleichzeitiger Emission Ausgangsleistungen bis 30/110 mW im Single Mode beziehungsweise 40/150 mW im Multi Mode zur Verfügung.
Das finde ich für eure Seite besonders erwähnenswert, weil eure beiden Auswahlfelder oben „325 nm“ und „441,6 nm“ momentan eher den Eindruck vermitteln, man müsse sich immer für eine Wellenlänge entscheiden.
Typische Anwendungen
Den bestehenden Bereich würde ich etwas aufräumen und stärker an Kimmons aktuellen Angaben orientieren:
- Raman-Spektroskopie
- Photolumineszenz
- Halbleiter- und Materialcharakterisierung
- Holografie
- Herstellung holografischer und optischer Gitter
- Interferenzbelichtung
- Direct Imaging und Lithografie
- Fluoreszenzanregung
- Mikroskopie
- Forschung und Entwicklung
Kimmon nennt auf seiner aktuellen Produktseite Photolumineszenz, Raman-Spektroskopie, Holografie, Direct Writing und Multi-Beam-Interferenzbelichtung ausdrücklich als typische HeCd-Anwendungen.
Hohe Kohärenz für Holografie und Interferenzverfahren
Eine besondere Stärke von HeCd-Lasern ist ihre Eignung für kohärente optische Verfahren. Bei der Interferenzbelichtung wird der Laserstrahl beispielsweise in mehrere Strahlengänge aufgeteilt und anschließend auf einer photosensitiven Oberfläche überlagert. Die entstehenden Interferenzmuster können zur Herstellung sehr feiner periodischer Strukturen und optischer Gitter verwendet werden. Kimmon nennt hierbei Strukturen mit mehreren hundert bis etwa tausend Linien pro Millimeter.
Raman-Spektroskopie und Photolumineszenz
Die Wellenlängen 325 und 442 nm machen HeCd-Laser zu interessanten Anregungsquellen für spektroskopische Verfahren. In der Raman-Spektroskopie werden sie unter anderem zur Strukturuntersuchung organischer und anorganischer Verbindungen sowie zur Analyse von Halbleiter-Nanokristallen eingesetzt.
Bei der Photolumineszenz ermöglicht insbesondere die UV-Wellenlänge von 325 nm die Anregung verschiedener Halbleitermaterialien und die Untersuchung von Defekten, Verunreinigungen und Materialeigenschaften.
Vorteile der Kimmon HeCd-Laser
- UV- und sichtbare Laseremission aus einer etablierten Lasertechnologie
- 325 nm und 442 nm verfügbar
- Dual-Wavelength-Systeme erhältlich
- Ausgangsleistungen bis 100 mW im UV
- Ausgangsleistungen bis 180 mW bei 442 nm
- TEM₀₀ Single Mode und Multimode verfügbar
- Hohe Kohärenz
- Geeignet für anspruchsvolle spektroskopische Verfahren
- Breites Spektrum wissenschaftlicher und industrieller Anwendungen
- Umfangreiche Modellpalette
Hersteller
Kimmon Koha Co., Ltd. ist ein japanischer Hersteller von Laserquellen mit besonderer Expertise im Bereich der Helium-Cadmium-Laser. Die Entwicklung von Gaslasern begann 1966, die Fertigung von HeCd-Lasern 1971. Neben HeCd-Lasern entwickelt und produziert Kimmon heute unter anderem UV- und Hochleistungs-Faserlaser. Konstruktion, Montage, Justage und Prüfung der Lasersysteme erfolgen nach Angaben des Herstellers weitgehend im eigenen Haus.





