1920 × 1200 Spatial Light Modulator (SLM)

Logo der Firma Meadowlark Optics

  • Auflösung: 1920 × 1200 Pixel
  • 8 × 8 µm Pixel Pitch
  • Reine analoge Phasenansteuerung
  • Hohe Phasenstabilität mit sehr geringem Phase Ripple
  • 60 Hz HDMI-Controller mit Output Trigger
  • E-Series mit 8 Bit, S-Series mit 10 Bit
  • Optional dielektrische Spiegelbeschichtung für hohe Effizienz
  • Wellenlängenbereiche von 350 bis 1650 nm
ME

Markus Eib

Optische Komponenten, SLMs, Power Meter


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Hohe Auflösung & Pixeldichte
Ideal für Wellenfrontformung
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1920 × 1200 Spatial Light Modulator für präzise Phasenmodulation

Der 1920 × 1200 Spatial Light Modulator (SLM) von Meadowlark Optics ist ein hochauflösender reflektiver Liquid-Crystal-on-Silicon-Modulator (LCoS) zur präzisen und dynamischen Steuerung optischer Wellenfronten. Mit 1920 × 1200 Pixeln, einem Pixel Pitch von 8 × 8 µm und einer aktiven Fläche von 15,36 × 9,60 mm eignet sich das System für anspruchsvolle Anwendungen in Forschung, Photonik und optischer Messtechnik.

Im Gegensatz zu klassischen Displays sind die Meadowlark SLMs speziell für die optische Modulation ausgelegt. Die analoge Ansteuerung ermöglicht eine kontinuierliche Phasenmodulation mit hoher Phasenstabilität und geringem Phase Ripple. Neben der reinen Phasenmodulation können entsprechende optische Konfigurationen auch für Amplitudenmodulation sowie kombinierte Phasen- und Amplitudenanwendungen eingesetzt werden.

E-Series und S-Series

Der 1920 × 1200 SLM ist in unterschiedlichen Konfigurationen erhältlich. Die E-Series bietet eine wirtschaftliche Lösung mit 8-Bit-HDMI-Ansteuerung und eignet sich unter anderem für Forschung und Ausbildung. Die S-Series erweitert das System um eine 10-Bit-Ansteuerung und bietet zusätzliche Optionen wie kundenspezifische dielektrische Spiegelbeschichtungen sowie Flüssigkeitskühlung für Anwendungen mit höherer optischer Leistung.

Hohe Effizienz und Phasenstabilität

Der hohe Fill Factor von 95,6 % und die für die jeweilige Anwendung optimierbaren optischen Beschichtungen ermöglichen eine effiziente Nutzung des einfallenden Lichts. Meadowlark gibt für die 0. Beugungsordnung je nach Ausführung 76–91 % Effizienz beziehungsweise 92–98 % bei Varianten mit dielektrischer Spiegelbeschichtung an.

Eine besondere Stärke der Meadowlark SLMs ist die hohe Phasenstabilität. Die speziell entwickelten Backplanes kombinieren hohe Adressierungsraten mit direkter analoger Ansteuerung und reduzieren dadurch den Phase Ripple. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen stehen zusätzlich kundenspezifische Konfigurationen zur Verfügung.

Software und Integration

Die SLMs werden mit einer grafischen Benutzeroberfläche und Software Development Kits für LabVIEW, MATLAB, Python und C++ geliefert. Damit lassen sich unter anderem Phasenmuster erzeugen, Aberrationen korrigieren, globale und regionale Kalibrierungen durchführen, Bildsequenzen ausgeben und die Temperatur des SLM überwachen. Regionale Kalibrierungen ermöglichen dabei eine pixelweise Charakterisierung und Korrektur der Phasenantwort.

Wellenlängen und Anwendungen

Für unterschiedliche Spektralbereiche stehen Varianten und Beschichtungen für 350–850 nm, 500–1200 nm und 850–1650 nm zur Verfügung. Standard-Kalibrierwellenlängen reichen von 405 nm bis 1550 nm. Dadurch lässt sich der SLM für zahlreiche Anwendungen von sichtbaren bis zu infraroten Wellenlängen konfigurieren.

Typische Anwendungen umfassen unter anderem Beam Shaping, computergenerierte Holografie, adaptive Optik, Mikroskopie, Optical Tweezing, optische Informationsverarbeitung sowie die Erzeugung komplexer Strahlprofile und Wellenfronten. Meadowlark nennt darüber hinaus Anwendungen wie Optogenetik, STED-Mikroskopie und Femtosekunden-Pulskompression.

Wellenlänge

1550 nm, 405 nm, 635 nm, 532 nm, 785 nm, 1064 nm

Eigenschaften

Eigenschaft Wert
Auflösung 1920 × 1200 Pixel
Aktive Fläche 15,36 × 9,60 mm
Pixel Pitch 8,0 × 8,0 µm
Fill Factor 95,6 %
DC Balancing 1,35 kHz
Phasenansteuerung Rein analog
Controller HDMI, 60 Hz mit Output Trigger
E-Series 8 Bit
S-Series 10 Bit
0. Ordnung Beugungseffizienz 76–91 %
Mit dielektrischem Spiegel 92–98 %

Wellenlängen

Kalibrierwellenlänge AR-Bereich LC Response Time Kalibrierte Wellenfrontabweichung
405 nm 350–850 nm ≤ 14,0 ms λ/5
532 nm 350–850 / 500–1200 nm ≤ 15,0 / ≤ 19,0 ms λ/7
635 nm 350–850 / 500–1200 nm ≤ 15,0 / ≤ 20,0 ms λ/8
785 nm 350–850 / 500–1200 nm ≤ 16,0 / ≤ 23,0 ms λ/10
1064 nm 500–1200 / 850–1650 nm ≤ 33,0 / ≤ 40,0 ms λ/10
1550 nm 850–1650 nm ≤ 55,0 ms λ/12

Anwendungen

Der 1920 × 1200 Spatial Light Modulator eignet sich für Anwendungen, bei denen optische Wellenfronten räumlich und dynamisch mit hoher Präzision beeinflusst werden müssen.

  • Beam Shaping und Strahlprofilformung
  • Wellenfrontkorrektur und adaptive Optik
  • Computergenerierte Holografie
  • Erzeugung von Bessel-Beams und Axicons
  • Blazed und sinusförmige Gitter
  • Zernike-Polynome und Aberrationskorrektur
  • Optical Tweezing
  • Mikroskopie und STED-Mikroskopie
  • Optogenetik
  • Femtosekunden-Pulskompression
  • Optische Informationsverarbeitung
  • Forschung und Entwicklung in Photonik und Quantenoptik

Optionen

E-Series und S-Series

Der 1920 × 1200 Spatial Light Modulator ist als E-Series und S-Series erhältlich. Beide Varianten basieren auf derselben hochauflösenden LCoS-Plattform, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Ansteuerung und verfügbarer Optionen.

E-Series

  • 8-Bit-HDMI-Ansteuerung
  • Wirtschaftliche Ausführung
  • Eine Standardkalibrierung enthalten
  • Besonders geeignet für Forschung, Ausbildung und Standardanwendungen

S-Series

  • 10-Bit-Ansteuerung
  • Kundenspezifische dielektrische Spiegelbeschichtungen verfügbar
  • Höhere optische Effizienz mit geeigneter Spiegelbeschichtung
  • Flüssigkeitskühlung für High-Power-Anwendungen verfügbar
  • Erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten für anspruchsvolle Anwendungen

Weitere Optionen

  • Unterschiedliche AR-Beschichtungen
  • Kundenspezifische Kalibrierwellenlängen
  • Dielektrische Spiegelbeschichtungen
  • Flüssigkeitskühlung
  • Kundenspezifische Phasenkalibrierungen
  • Regionale bzw. pixelweise Kalibrierung

Die optionale Flüssigkeitskühlung führt die Wärme über einen Kupferblock auf der Rückseite des SLM-Kopfes ab und ist insbesondere für Anwendungen mit höherer optischer Leistung vorgesehen.

Software und Steuerung

Die Spatial Light Modulatoren von Meadowlark Optics werden mit einer grafischen Benutzeroberfläche sowie Software Development Kits zur Integration in eigene Mess- und Experimentieraufbauten geliefert.

Unterstützte Entwicklungsumgebungen:

  • Python
  • MATLAB
  • LabVIEW
  • C++

Die Software ermöglicht unter anderem:

  • Erzeugung und Ausgabe individueller Phasenmuster
  • Korrektur optischer Aberrationen
  • Globale Kalibrierung der Phasenantwort
  • Regionale und pixelweise Kalibrierung
  • Sequenzierung von Bildern mit definierter Bildrate
  • Überwachung der SLM-Temperatur
  • Erzeugung optischer Gitter und Hologramme
  • Erzeugung von Linsenfunktionen und komplexen Strahlprofilen

Die regionale Kalibrierung charakterisiert die Phasenantwort auf die angelegte Spannung ortsabhängig und ermöglicht eine pixelweise Korrektur. Dadurch lässt sich eine besonders hohe räumliche Phasentreue erzielen.

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